Eine kleine Geschichte von meinem Panther.
Er hatte Niereninsuffizenz, bekam Infusionen etc. das ganze Programm. Später auch Cortisonspritzen, ließ alles tapfer über sich ergehen und nahm trotzdem immer mehr ab. Er trank auch sehr viel. Diese Cortisonspritzen musstem ihm zwar Appetit gemacht haben, aber die Nebenwirkungen waren wohl Konzentrationsschwierigkeiten oder Schwindel. Er lag auf der Eingangstreppe, ließ seinen Kopf über den Treppenabsatz hängen. Es war zur Sommerzeit, als wir im Gartenhaus wohnten. Ich habe Fotos davon gemacht. Er kam auch nicht mehr die Leiter hoch, die zu unserem Schlafzimmer führte, er war zu schwach. Ich trug ihn in mein Bett. Panther war schon sehr abgemagert.
Katzenklo, Trink- und Fressnapf standen oben neben mein Bett. Am nächsten Tag wurde ich geweckt von einem Knabbergeräusch. Er fraß. Was war ich glücklich. Dann kam er an mein Bett und er sah mich ganz lange an. Unsere Blicke haben viel gesagt. Sowas hatte ich noch nicht erlebt. Man sagt ja, man soll den Katzen nicht direkt in die Augen sehen. Wir taten es. Ich glaube, es war ein Abschied und eine letzte "Aufbäumung". Danach ging es ihm wieder schlechter. Er schlief bei strahlendem Sonnenschein unter den Rosenbüschen bis zum Sonnenuntergang. Nein, das war kein Katzenleben. So schwer es uns fiel, und glaub mir, es flossen viele Tränen - Panther hatte sich mit dem Blickkontakt verabschieden wollen.
Jetzt hat er seinen Lieblingsplatz im Garten bekommen. Und Du wirst es nicht glauben, ich war irgendwie froh, als Panther über die Regenbogenbrücke gegangen war. Es war in seinem Sinne.
Die Leidtragenden sind doch immer die Zurückgebliebenden - seien wir einfach stark !!
Ganz liebe Grüße Marla

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt." Mahatma Gandhi