Am Sonntag waren die beiden das erste Mal draußen. Garfield ist sofort durch die Hecke verschwunden, während Lilly versteinert in der Terassentür stehen geblieben ist. Nach einer Ewigkeit hat sie sich auf die Terasse vorgetastet und hat von da aus den Garten beobachtet. Sie hatte vor allem Angst, das sich bewegt hat. Irgendwann war auch sie in der Hecke. Bis spät abends hatte ich von ihnen kein Lebenszeichen mehr und hab mir große Sorgen gemacht, weil es schon kalt und dunkel war. Ich war so froh, als sie später beide vor der Tür waren und Futter eingefordert haben! Gestern und heute war nur Garfield draußen, Lilly wollte nicht um alles in der Welt durch die Terassentür gehen. Ich versteh das nicht! Heute hab ich mich dann mit einem Buch in die Sonne gesetzt und dann kam sie auch endlich mal raus. Sie ist dann im Garten rumgelaufen und hat mich aber keine Sekunde aus den Augen gelassen. Wenn ich rein gegangen bin, um mir was zum Trinken zu holen, ist sie wie von der Tarantel gestochen hinter mir ins Haus gerannt.
Ich hab eigentlich gehofft, dass es besser wird, wenn sie erstmal raus darf, aber irgendwie ist der Plan nicht aufgegangen
Ich verstehe nicht, warum sie den ersten Tag lange weg war und jetzt gar nicht mehr allein draußen sein will. Es muss doch noch eine andere Beschäftigung für sie geben, außer ständig an mir dran zu hängen! Ich hab Angst, dass ich eine total verhaltensgestörte Katze habe. Ich liebe sie über alles und würde auch nie die Tür zumachen, wenn sie draußen ist, das wär ja auch falsch. Sie soll einfach Spaß haben und ihr Leben in der Natur genießen können. Ich hoffe, das renkt sich bei ihr nochmal ein.
Wenigstens freut sich Garfield über seine Freiheit
Liebe Grüße von Nina mit Lilly und Garfield